Wie reitet man ein totes Pferd?

» Artikel veröffentlicht am 15.02.2012, von in der Kategorie "Allgemein"
Aufgrund der Reaktionen zur letzten Satire“ Das ungeschriebene Gesetz für das deutsche Gesundheitswesen“ fühlt sich der Autor Lothar Wienböker „berufen“, weitere. -nicht ernstgemeinte -Hinweise zu geben, wie die Kommunikation und Kooperation verbessert werden kann.Hierbei greift er, wie bei Beratern unüblich, auf die Ergebnisse anderer zurück.*

 

Eine Übereinstimmung mit der Realität wäre rein zufällig.

 

 

 

Die Dakota-Indianer sagen:“Wenn Du entdeckst, dass Du ein totes Pferd reitest, steig ab.”

Wie sieht jedoch die Realität aus?

 

  • Wir stellen fest, dass die Konkurrenz auch tote Pferde reitet und erklären dies zum Normalzustand.
  • Wir beauftragen eine renommierte Beratungsfirma mit einem Gutachten, ob es billigere und leistungsfähigere tote Pferde gibt. Das Gutachten stellt fest, dass tote Pferde kein Futter benötigen und empfiehlt, nur noch tote Pferde zu verwenden. Das hausinterne Controlling belegt dieses mit einer Benchmark-Studie
  • Der Personalrat beauftragt ein Ergänzungsgutachten, welches ergibt, dass die Leistung des toten Pferdes etwa doppelt so hoch ist wie die durchschnittliche Arbeitsleistung eines Mitarbeiters und setzt die Festanstellung des toten Pferdes mit Leistungszulage durch.
  • Wir beauftragen die IT mit der Entwicklung eines plattformneutralen, datenbankgestützten Informationssystems mit toten Pferden. Das Qualitätsmanagement entwickelt ein Pflichtenheft, entsprechende Qualitätsstandards und lässt das Verfahren zertifizieren.
  • Wir schließen uns einer internationalen WHO-Arbeitsgruppe an, um entsprechend dem best-practice-Gedanken das Reiten toter Pferde zu optimieren.
  • Wir suchen einen finanzstarken Partner aus der Privatindustrie und gründen zusammen mit dessen toten Pferden ein Medizinisches Versorgungszentrum als Public-Private-Partnership-Projekt.

Und was macht der Autor?

Der gründet eine Internet-Gruppe in einem Sozialen-Netzwerk und stellt bei YouTube einen Film ein, auf dem zu sehen ist, wie elegant das tote Pferd geritten wird.

 

*Dieses Thema haben andere Autoren bereits hervorragend formuliert und ich habe vieles übernommen und für das Gesundheitswesen abgeändert

Erfreuen Sie sich an den Originaltexten von

Johannes Friedrich Reichert

Roland Schäfer